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The Digital University NRW and Research Data Management University of Siegen

At the University of Siegen, there is the E-Science-Infra team that meets every fortnight on a regular basis to further the research data management at the University. The main discussions are about the handling of research data, consulting services and the provision of technical infrastructures.

This team consists of experts from the University Library of Siegen and ZIMT that work closely together. Both partners in this team are also in a close cooperations within Northrhine-Westphalia. They work together with the other universities in NRW and also with the Digital University NRW. The latter derives out of a further development of the working group DV (data processing), DV-ISA.

The Digital University in NRW has set itself the goal to network with other digitisation activities in NRW. It wants to fulfill the challenges of providing the heterogenous data of the individual disciplines, as well as looking after the big data that the scientists produce.

The Digital University intends to help implementing digitisation projects.

In the subproject INF of the SFB 1187, there are already numerous workshops and research going on regarding the analysis for the creation of awareness of research data management at the University of Siegen as part of the Digital University in NRW.

For further information please go to: Umgang mit digitalen Daten in der Wissenschaft: Forschungsdatenmanagement in NRW – Eine erste Bestandsaufnahme – http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.200429 (German Only)

Digitale Hochschule NRW und Forschungsdatenmanagement Siegen

An der Universität Siegen gibt es das E-Science-Infra Team, das sich alle 14 Tage trifft, um das Forschungsdatenmanagement in Siegen weiter voranzutreiben. Vor allem geht es hierbei um das Konzept für den Umgang mit Forschungsdaten, Leitlinien, Informationsdienstleistungen und eine technische Infrastruktur.

Das Team besteht aus Fachleuten aus der Universitätsbibliothek Siegen und dem ZIMT, die hier eng zusammenarbeiten. Beide Partner dieses Teams sind gleichzeitig auf Landesebene kooperativ organisiert. Sie arbeiten mit den anderen Hochschulen in NRW und mit der Digitalen Hochschule NRW zusammen. Letzteres ist eine Weiterentwicklung des Arbeitskreises DV-Infrastruktur der Hochschulen in NRW (DV-ISA).

Die Digitale Hochschule in NRW hat sich zum Ziel gesetzt, sich bei den Digitalisierungsaktivitäten in NRW zu vernetzen und der Herausforderung gerecht zu werden, sowohl die heterogenen Daten der einzelnen Fachbereiche der Universitäten als auch Big Data, die die Wissenschaftler produzieren, nachhaltig bereitzustellen. Sie soll außerdem bei der Durchführung von Digitalisierungsprojekten helfen.

Im Teilprojekt INF des SFB 1187 gibt es bereits Workshops und Bedarfsanalysen zur Schaffung von Awareness zur Bewußtseinsmachung für das Forschungsdatenmanagemnet an der Universität Siegen im Rahmen der Digitalen Hochschule in NRW.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: Umgang mit digitalen Daten in der Wissenschaft: Forschungsdatenmanagement in NRW – Eine erste Bestandsaufnahme – http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.200429

 

Das Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIMT) und Forschungsdaten

Das Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIMT) unterstützt seit Jahren insbes. die medienwissenschaftliche Forschung an der Universität Siegen. Besonderes Ergebnis dieser Kooperation im Forschungsdatenmanagement ist eines der größten nach einheitlichen Kriterien erschlossenen, digitalen Medienarchive an deutschen Hochschulen (ca. 104.000 Datensätze, 100 TB Audio- und Videodaten).

Derzeit engagiert sich das ZIMT in zwei geisteswissenschaftlichen Forschungsprojekten im Schwerpunkt Forschungsdatenmanagement: DFG-SFB 1187 Medien der Kooperation – seit 2016 (1. Bewilligungsphase) und Dialektatlas Mittleres Westdeutschland (DMW) – seit 2016 (vorauss. bis 2032).

zimt-siegen

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Forschungsdaten am Beispiel des Dialektatlas Mittleres Westdeutschland (DMW)

Der Dialektatlas Mittleres Westdeutschland soll systematisch und umfassend die Sprachvarietäten in Nordrhein-Westfalen kartographisch dokumentieren. Grundlage sind Audiointerviews, die linguistisch analysiert und aufbereitet werden.

Geographisch und methodisch schließt der DMW an wichtige existierende Atlasprojekte an. Dadurch wird die Vergleichbarkeit der Daten gewährleistet.

Beim Management der Forschungsdaten haben wir mit folgenden Daten zu rechnen: Audio-Rohdaten bzw. -Datenaggregate, Karten und strukturierte, georefenzierte Texte und (Meta-)Datensätze.

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Forschungsdaten am Beispiel des SFB 1187 „Medien der Kooperation“

An der Universität Siegen gibt es seit Mai 2016 den Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Hier sollen Forscher aus den Geistes-, Kultur-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften einen Beitrag zum Verständnis der digitalen Gegenwartskultur leisten. Die Medien sind kooperativ erarbeitete Kommunikationsbedingungen. Ihre Praktiken und Techniken entstehen aus der wechselseitigen Verfertigung und Bereitstellung gemeinsamer Mittel und Abläufe. Die Erforschung dieser Eigenschaften verlangt eine gezielte Engführung zwischen Medientheorie und Sozialtheorie, und zugleich eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, die quer zu den gängigen Wissenschaftsformationen vorzugehen vermag.

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Neue kooperative Medien sind auch die Sozialen Medien wie Twitter, Flickr, YouTube, Wikimedia.

Initiiert wurde der Trend in den 1980er Jahren mit den ersten E-Mails und Groupware.

Beteiligte Einrichtungen sind neben der Universität Siegen (alle Fakultäten), auch die Universität zu Köln (a.r.t.e.s Graduate School for the Humanities), das Jung-Stilling-Krankenhaus, Siegen, das Siegerlandmuseum, das Museum für Gegenwartskunst.

Für das Projekt und das Teilprojekt Infrastrukturen (INF) soll eine technische Infrastruktur zum FDM aufgebaut und Grundsätze entwickelt werden. Zunächst wird an einer Bedarfsermittlung zum Forschungsdatenmanagement gearbeitet. Zu diesem Zwecke werden Personen der beteiligten Einrichtungen befragt, d.h., wie sie sich einen Umgang mit ihren Forschungsdaten vorstellen (Anwendungen, Konzepte, rechtl. Aspekte, Dokumentation zur technischen Realisation, Erwartungen an eine eHumanities-Infrastruktur, etc.).

Ziele / Absichten des INF-Projekt:

– Basisservices zur Datenspeicherung und zum Datenmanagement

– Entwicklung eines praxeologischen Metadatenschemas

– Data Sharing

Das Projekt am ZIMT, besonders die Berücksichtigung der anfallenden Forschungsdaten in den einzelnen Teilprojekten, steht somit im Feld der Digital Humanities, den qualitativen Sozialwissenschaften und dem Forschungsdatenmanagement allgemein. Es ist nur eines von mehreren Projekten in Nordrhein-Westfalen, die sich jetzt zunehmend mit dem Forschungsdatenmanagement beschäftigen.

Zu erwartende Daten von den Forschern sind Videos, Bilder, Manuskripte, digitale Texte, Korpora (Datentypen). Hier gibt es verschiedene Herausforderungen für das Datenmanagement und die Forscher müssen mit guten Infrastrukturkonzepten unterstützt werden. Bei der Datenspeicherung wird auch die Verwaltung hoch-kontextbezogener, heterogener, nichtlinearer und nichtbiblionomer Daten ermöglicht. Es wird auf bestehende Konzepte wie DARIAH, Textgrid, usw. zurückgegriffen, aber auch neue Ansätze sollen entwickelt werden. Es geht um eine Aneignungsinfrastruktur zur Praxis IT-gestützter empirischer Forschung, die Forschungswerkzeuge weiterentwickelt und die IT-gestützte Forschung vorantreibt. Metadatenschemata müssen erweitert werden.

INF steht mit allen Teilprojekten in Verbindung, da in allen diesen Projekten die jeweilige Datenbasis kooperativ gesammelt und erforscht wird. Die Forschungspraxis soll dokumentiert werden und für kooperierende Forscher transparent gemacht werden.

In Zukunft wird zum Beispiel eine steigende Anzahl komplexer Analysekorpora erwartet und die digitalen Werkezeuge werden noch komplexer werden. Aus diesem Grunde müssen auch diese Analysearbeiten dokumentiert werden.
Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Kooperationen in den Geistes- und Sozialwissenschaften werden thematisiert und auch externe Interessenten können experimentieren. Kooperationstools sind die am meisten benutzten Wekzeuge im Datenmanagement (Interoperabilität).

Daten, die im SFB 1187 anfallen: Strukturierter und unstrukturierter Text, CAD/3D, Bild-, Audio- und Videodaten, Datenbanken, Sonsordaten, Logprotokolle, Software in Form von Quelltext und Binaries). Eine Schätzung ergibt für die erste Bewilligungsphase einen Speicherbedarf von ca. 150-200 TB, von denen ca. 80% auf Video-Rohdaten und deren Derivate entfallen.

Forschungsdatenmanagement

Alle WissenschaftlerInnen sind gemäß den Grundsätzen der „guten wissenschaftlichen Praxis“ (Empfehlungen der DFG von 1998, erweiterte Auflage von 2013) dazu verpflichtet, ihre Forschungsdaten vor Verlust zu schützen und sie für eine nachhaltige Nutzung aufzubereiten. Die DFG- Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten (2015) sowie das EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 beinhalten weitere solche Anforderungen.

Welche Infrastrukturen und Dienste müssen entwickelt werden, um die bestmögliche Forschung und Nachhaltigkeit an einer Universität generell und auch in einem SFB an der Universität Siegen und in NRW zu gewährleisten? Es gibt hier eine Dringlichkeit und hohe Relevanz, um Spitzenforschung betreiben zu können.

 

Zur allgemeinen Nachvollziehbarkeit der Forschung ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Forschungsdaten unabdingbar!

Ein gutes Forschungsdatenmanagement (FDM) bereitet die Grundlage für einfache Benutzung und nachhaltige Speicherung aller Arten wissenschaftlicher Daten. Der Lebenszyklus von Forschungsdaten nach WissGrid erklärt die Aufgaben im Lebenszyklus von Forschungsdaten ganz einfach.

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(Abbildung: WissGrid http://www.wissgrid.de/publikationen/deliverables/wp3/WissGrid-oeffentlicher-Entwurf-Checkliste-Forschungsdaten-Management.pdf, abgerufen am  20.10.2016)

Wissenschaftler aus Siegen können sich dann in Zukunft leichter bei Forschungsförderungsentscheidungen der EU und DFG durchsetzen, weil diese eine Wissensweitergabe über die eigene Universität hinaus stark wünschen. Moderne Forschung ist global vernetzt!

Das EU-Rahmenforschungsprogramm Horizon 2020 fordert von Projekten ab 2017 einen DMP, mit Opt-Out Option.